Investitionen mit Förderungen: Warum sich Warten diesmal nicht lohnt

Niemand investiert in eine neue Maschine, nur weil es dafür eine Förderung gibt. Wenn eine Anschaffung oder ein Austausch in den nächsten Jahren ohnehin notwendig wird, kann es jedoch sinnvoll sein, den Zeitpunkt vorzuziehen.

Wir befinden uns im letzten Jahr der aktuellen Förderperiode 2024–2027. Ob es danach wieder eine vergleichbare Investitionsförderung geben wird, ist derzeit ungewiss. Deshalb gilt: Lieber eine geplante Investition jetzt mit Unterstützung umsetzen, als dieselbe Maschine in zwei oder drei Jahren ohne Förderung kaufen zu müssen.

Fördersätze werden erhöht

Ein weiterer Grund für den richtigen Zeitpunkt: Die Förderstelle plant, den Fördersatz um 5 Prozentpunkte und das maximale förderfähige Investitionsvolumen sogar um 50 % anzuheben. Konkret bedeutet das:

Maßnahme max. Investitionssumme in EUR* Fördersatz
alt neu alt neu
Abfüllanlagen, Etikettiermaschinen, Außenreinigungs- und Trocknungsmaschinen, Kontrollsysteme, … 225.000 335.000 25% 30%
Klärung 75.000 110.000 30% 35%
Trubaufbereitung 45.000 65.000 25% 35%
Weinsteinstabilisierung (Ionentauscher) 60.000 NEU 40%
Weinsteinstabilisierung (Elektrodialyse) 250.000 NEU 40%
Kohlensäuredosieranlagen 75.000 110.000 30% 40%

* Gilt für Kleinbetriebe mit einer Bestandsmeldung unter 500.000 Litern.

Eine vollständige Liste aller förderfähigen Produkte finden Sie auf der AMA-Website.

Wichtige Fristen im Überblick

Die AMA-Investitionsförderung kann von August bis November 2026 eingereicht werden. Laut Förderbestimmungen muss das Projekt bis spätestens Mai 2027 abgeschlossen sein. Wer eine Investition plant, sollte daher nicht zu lange warten. Gerade bei größeren Projekten wie einer kompletten Abfülllinie liegt die Lieferzeit derzeit bei 4–6 Monaten – wer die Frist Mai 2027 halten will, sollte spätestens im Herbst bestellen. So bleibt genug Zeit, die passende Lösung zu entwickeln und alle Details in Ruhe abzustimmen.

Nachstehend möchten wir Ihnen einige Produkte und Neuheiten vorstellen, die für Ihren Betrieb interessant sein könnten.

Neue Partnerschaft

Kraft ist jetzt Generalvertretung von JUCLAS

Wir freuen uns, Ihnen eine Neuigkeit vorstellen zu dürfen: Kraft hat die Generalvertretung für ausgewählte Produkte der italienischen Firma JUCLAS übernommen. JUCLAS ist Teil der VasonGroup und entwickelt seit über 30 Jahren Anlagentechnik für die Kellerwirtschaft. Damit können wir Ihnen ab sofort Lösungen anbieten, die unser Programm ideal ergänzen – von der Filtration bis zum Gasmanagement.

Vollautomatische Mikrofiltration

Filtrieren, ohne dem Wein etwas zu nehmen: Die vollautomatische Mikrofiltration von JUCLAS arbeitet mit inerten Membranen, die ausschließlich Trubstoffe entfernen – Farbe, Aroma und Struktur des Weins bleiben unangetastet. Die Anlage läuft vollautomatisch und lässt sich flexibel an Produkt und Betriebsgröße anpassen. Das spart Arbeitszeit, Filterschichten und Verluste.

CIP-Anlagen für alle Ansprüche

Saubere Leitungen und Tanks sind die Grundlage jeder guten Weinbereitung – aber niemand reinigt gerne von Hand. Die CIP-Anlagen (Cleaning in Place) von JUCLAS übernehmen das automatisch: reproduzierbar, ressourcenschonend und dokumentierbar. Vom kompakten Gerät für den Familienbetrieb bis zur Lösung für große Kellereien ist für jeden Anspruch das Passende dabei.

Gasmanagement: CARBOSMART und MMR+

Gelöster Sauerstoff und CO₂ entscheiden mit über Frische und Haltbarkeit Ihres Weins. Mit den JUCLAS-Geräten haben Sie beides im Griff:

  • CARBOSMART arbeitet mit dem Injektorverfahren und bringt CO₂ präzise dosiert in den Wein – ideal, um Weiß- und Roséweinen gezielt Frische zu geben.
  • MMR+ nutzt das Membranverfahren (Membrankontaktor) und kann Gase nicht nur zuführen, sondern auch entziehen – etwa zur Entfernung von Sauerstoff unmittelbar vor der Füllung oder zur CO₂-Korrektur bei Jungweinen. Auf Wunsch direkt in die Abfülllinie integriert.

Aktuelles Thema

Weinstabilisierung

Die Weinsteinstabilisierung beschäftigt derzeit viele Betriebe. Auch hier bietet JUCLAS moderne Lösungen, die ohne aufwendige Kältestabilisierung auskommen und damit Zeit und Energie sparen. Sprechen Sie uns an – wir stellen Ihnen die Möglichkeiten gerne im Detail vor.

Ein Füller für alles: Gegendruckfüllen ohne Kompromisse

Frizzante, Spritzer, Craft-Bier, Limonaden – kohlensäurehaltige Produkte liegen im Trend, und immer mehr Betriebe möchten diese Chance nutzen. Die Hürde war bisher die Abfüllung: Klassische Gegendruckfüller bedeuteten viele Kompromisse – höhere Wartungskosten, geringere Leistung, lange Umrüstzeiten beim Produktwechsel.

Mit dem elektro-pneumatischen Füllventil UNICA hat GAI das geändert. Das weltweit patentierte Ventil arbeitet in einem Druckbereich von 0 bis 8 bar und füllt damit stille und kohlensäurehaltige Produkte gleichermaßen – Wein, Sekt, Frizzante, Spritzer, Bier, Limonade, Saft oder Spirituosen, alles mit derselben Maschine. Alle Parameter wie Fülldruck, Füllhöhe (25–100 mm, auf ±1 mm genau) und Entgasungszyklus werden am Bedienpanel eingestellt und je Produkt als Rezept gespeichert. Ein Produktwechsel ist damit in kürzester Zeit erledigt. Gleichzeitig bleibt die Sauerstoffaufnahme während der Füllung auf einem Minimum – Ihr Produkt kommt so frisch in die Flasche, wie es aus dem Tank kommt.

Für Ihren Betrieb heißt das vor allem eines: Flexibilität. Sie können neue Produkte auflegen, ohne auf einen Lohnfüller angewiesen zu sein – und entscheiden selbst, wann und was gefüllt wird. Ab einer gewissen Flaschenmenge rechnet sich die Anschaffung schnell; gerne kalkulieren wir die Wirtschaftlichkeit gemeinsam mit Ihnen durch.

Die UNICA-Technologie gibt es in zwei Baureihen:

  • Serie MLE – der kompakte, lineare Monoblock für kleinere Mengen (z. B. rund 700 Flaschen/Stunde bei stillem Wein, 500 bei Sekt). Der wirtschaftliche Einstieg ins Gegendruckfüllen.
  • Rundläufer-Monoblöcke – für Leistungen bis 3.000 Flaschen/Stunde, modular zusammengestellt vom Ausspüler bis zum Verschließer (Naturkork, Sektkork, Kronenkork oder Schraubverschluss).

Aus der Praxis: die Abfülllinie bei DER|ZWEIGER

Wie schnell aus einem Einstieg ein Wachstumsmotor werden kann, zeigt DER|ZWEIGER aus Mooskirchen in der Steiermark. Der traditionsreiche und vielfach prämierte Familienbetrieb steht für ein breites Sortiment – vom Schilcher über spritzige Weincocktails bis zu Edelbränden und Whiskey.

Den Einstieg in die Lohnabfüllung machte der Betrieb mit einer kompakten MLE – dem linearen Monoblock mit UNICA-Füllventil, der stille und kohlensäurehaltige Produkte gleichermaßen füllt. Genau diese Flexibilität passte perfekt zum vielfältigen Sortiment.

Das Angebot kam an: Die Flaschenmenge stieg so schnell, dass die Anlage bereits nach wenigen Jahren an ihre Grenzen kam. Der nächste Schritt war die logische Folge – ein Monoblock mit Rundläufer-Gegendruckfüller, der die gestiegenen Mengen zuverlässig bewältigt. Da beide Anlagen auf derselben UNICA-Technologie basieren, blieb beim Umstieg alles vertraut: gleiche Bedienlogik, gleiche Produktvielfalt, nur deutlich mehr Leistung.

Ein schönes Beispiel dafür, wie eine Abfüllanlage mit dem Betrieb mitwächst – vom wirtschaftlichen Einstieg bis zur großen Linie.

 

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